Schosch schreibt über: Drachenzähmen leicht gemacht 2 – oder wieso ich auch einen Drachen möchte

Auch wenn der Film schon seit drei Wochen draußen ist, mach ich trotzdem noch eine Kritik darüber, denn über so einen Film sollte wirklich was geschrieben werden.

Der zweite Teil knüpft fünf Jahre nach dem ersten Drachenzähmen leicht gemacht an. Die Wikinger der Insel Berk haben sich mit den Drachen, die sie in dem ersten Teil immer angegriffen haben, nun angefreundet und leben mit ihnen in Eintracht. Sie sind aus Berk jetzt nicht mehr wegzudenken, da in jedem Haushalt nun einer haust.
Häuptlingssohn Hicks jedoch erkundet mit seinem Nachtschatten Ohnezahn lieber die noch sehr unbekannte Welt. Auf einem weiteren Abenteuer finden Hicks und Ohnezahn eine mysteriöse Höhle voller unbekannter Drachen und einen geheimnisvollen Drachenreiter. Doch dann geraten Hicks und Ohnezahn in große Schwierigkeiten und bringen den Frieden auf Berk in große Gefahr, als sie die Aufmerksamkeit von dem Drachenjäger Drogo Blutfaust auf sich ziehen.
So kann man den Inhalt mal zusammenfassen, ohne zu spoilern – nicht so wie der Trailer!
Na egal.

Als Erstes wird wohl bei Drachenzähmen leicht gemacht 2 auffallen, dass es ein Animationsfilm ist und zwar einer mit unglaublich guter Animation aus dem Hause Dreamworks. An ein paar Stellen des Filmes kann man nur staunen, was die Animateure da geschaffen haben. Animationen, die so realistsich sind, dass man sie nicht von echten Aufnahmen unterscheiden kann. Die Dreamworks-typsichen knubbeligen Figuren-Animation sind ebenso wieder da, wie verspielte Bildsequenzen mit fotorealistischen Aufnahmen. Dreamworks hat mit diesem Film den Animations-Thron erklommen und Disney auf den zweiten Platz verwiesen.

Die Geschichte ist interessant, glaubhaft und bis zum Ende hin spannend erzählt. Es gab keine Plot-Holes oder Logiklücken, der Film wurde fehlerfrei erzählt und mit unglaublich epischer Musik untermalt, die einem dazu bringt, den Soundtrack immer wieder anhören zu wollen. Viele Kleinigkeiten fallen beim ersten Hinsehen gar nicht auf und geben dem Film daraufhin eine kleine verspielte Eigennote.
Auch die liebenswerten Charaktere aus dem ersten Teil wie Hick´s Clique, Bossbart Haudrauf und die verrückte Drachenlady sind wieder dabei.
Darüber hinaus kann man an vielen Figuren eine deutliche Charakterentwicklung erkennen, was den Film glaubhaft macht.
Und es gab auch einige rührende Momente, wo gerne mal eine oder mehrere Tränen flossen, unter anderem einen der emotionalsten Momente seit dem König der Löwen.

Doch leider hat mich nicht alles daran so erfreut, wie oben erwähnt. Mit 105 Minuten ist der Film wieder ein bisschen zu lang.
Außerdem wäre das typische Happy-End nicht nötig gewesen – ja ich weiß Kinderfilm und so, aber trotzdem! Auch die Anfangs- und Schlussmusik hätte auch ohne Gesang auskommen können, aber das ist, wie immer bei mir, Meckern auf hohem Niveau.
Trotzdem ist Drachenzähmen leicht gemacht 2 ein äußerst gelungener zweiter Teil, was ja nicht so oft der Fall ist, welchen man nicht nur in super unnötigem 3D anschauen muss. Für Jung und Alt ein schönes Kinoerlebnis.

Der zweite Teil der Trilogie ist deutlich düsterer als sein Vorgänger, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss, siehe Original Star Wars Trilogie oder die Indie-Reihe. Deswegen erhält Drachenzähmen leicht gemacht 2 von mir 8 von 10 Drachenzähnen und ich freue mich schon auf den dritten Teil.

Originaltitel: How to Train Your Dragon

Erscheinungsjahr: 2014

Regie: Dean DeBlois

Originalsprecher: Jay Baruchel, Gerard Butler, Craig Ferguson, America Ferrera, Jonah Hill

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2 Gedanken zu „Schosch schreibt über: Drachenzähmen leicht gemacht 2 – oder wieso ich auch einen Drachen möchte

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