Archiv für den Monat Juni 2014

Vali’s Abstecher in die Welt der Videospiele: E3 2014

Selbst wer in keinster Weise etwas mit Videospielen am Hut hat, sollte in letzter Zeit nicht vom E3-Trailer-Gedöns verschont worden sein. Anstatt euch mit Informationen bezüglich jedes mehr oder weniger spektakulären Titels zuzuspamen, liste ich lediglich meine persönlichen Trailer-Highlights mit Ersteindrücken auf, ob ihr wollt oder nicht!

Assassin’s Creed: Unityhttp://youtu.be/ZeWSedqvxSg

Ich selber hätte wahrscheinlich am wenigsten erwartet, dass ein AC-Ableger auf meiner Liste vorkommt. Dennoch kann ich euch kaum diesen beeindruckenden Cinematic-Trailer vorenthalten, der auf jeden Fall meine Aufmerksamkeit erregte. Zwar würde ich mir persönlich eher einen Titel im alten Ägypten oder Japan wünschen, aber man kann ja nicht alles haben.

Dead Island 2http://youtu.be/xxf1oXXnmAU

Ach Zombies… man kann nie genug von ihnen bekommen. Man kann über die Entwickler der Dead Island-Spiele sagen was man will, Trailer können sie! Ob das fertige Produkt ähnlich enttäuschend ausfällt wie der erste Teil, bleibt abzuwarten, nichtsdestotrotz hatte ich meinen Spaß mit diesem Shaun of the Dead-esken Trailer.

Star Wars Battlefront http://youtu.be/USWtMvj0FMs

Zwar erwies sich Dice bezüglich konkretem Ingame-Material als etwas geizig, aber es ist immerhin verdammtnochmal STAR WARS! Muss ich noch mehr dazu sagen?

Inside http://youtu.be/Jp4W5iyRAQA

Um an dieser Stelle einmal Monty Python zu zitieren: „Kommen wir nun zu etwas völlig anderem!“. Inside besticht unter den ganzen Triple A-Titeln vor allem durch seine minimalistische und gleichzeitig einvernehmende Aufmachung. Hier kann ich nur jedem empfehlen: Vorhänge zu und Kopfhörer auf!

Far Cry 4 http://youtu.be/6duxSsdrLQQ

Wer mich kennt, sollte wissen, dass ich an Far Cry 3 einen Narren gefressen habe. Vor allem die abgefahrenen Charaktere haben mir es angetan und der neue Gegenspieler Pagan Min steht seinem Vorgänger Vaas Montenegro in keinster Weise nach. Viel Spaß mit dem alltäglichen Soziopathen-Wahnsinn!

Doom http://youtu.be/6ohqXF9eKT0

Zu guter letzt: Nostalgie! Zwar zeigt uns der Doom-Teaser nicht mehr als eine abgefahrene Neuinterpretation des Cyber-Demons, spätestens bei Türensound sollte jeder Doom-Veteran sein Unterhöschen wechseln. „An unholy Union of Flesh & Metal!“

wonka

Das war’s auch schon wieder, Kinder! Ich hoffe ihr konntet mit meinen überflüßigen Impressionen etwas anfangen, wenn nicht könnt ihr auch gerne nochmal von vorne lesen, vielleicht gefällt es euch ja dann besser?

Schosch schreibt über: Maleficent – Hier doofen Titel einsetzen

Letztens hab ich mir den neuesten Disney-Märchenfilm angeschaut und gehofft es wird mal nicht so ein Mist wie die letzte Disney-Produktion. Zum Glück war dies nicht der Fall, aber Maleficent hat mich leider zu sehr an den ziemlich miesen und grauenhaften Snow Wihte and The Huntsman erinnert. Doch bevor ich erkläre, was ich von der Neuauflage der Dornröschen Disney-Geschichte halte, erst mal zum Inhalt:

Eigentlich geht es darum, wer Malefiz einmal war und warum sie zu dem geworden ist, was sie im Märchen ist.
Die kleine Fee Maleficent lebt im Moor, eine Zauberwelt, und lebt den ganzen Tag glücklich vor sich hin. Eines Tages trifft sie den Menschen Stefan und verliebt sich in ihn. Und dann passiert das, was natürlich kommen muss. Beide werden erwachsen und ihre Wege trennen sich. Maleficent wird dann zu Hüterin des Moors ernannt und muss Eindringlinge davon abhalten, ihre Heimat zu zerstören.

Man sieht schon, dass die Neuauflage von Dornröschen nicht mehr viel mit dem Grimms Märchen zu tun hat, lediglich einige Namen und die Grundthematik blieb erhalten. Der Rest der Geschichte musste der leicht düsteren Hintergrundgeschichte der Figur Maleficent weichen. Wer aber jetzt auf eine Geschichte á la „früherer Tim Burton“ hofft, ist definitiv fehl am Platz. Kitsch, sinnfreie Romantik und Action geben den Ton in Maleficent an.
Da kann die etwas hölzerne, aber durchaus passend geschauspielert von Angelina Jolie, Malefiz mit ihrer pseudo Boshaftigkeit nicht mehr viel retten.

Leider wurden die besten Szenen aus dem Disney Zeichentrickfilm entweder nicht originalgetreu oder gar nicht verwendet. Da wartet man das Maleficent sich, im Endkampf in einen Drachen verwandelt und allen voll auf die Rübe gibt, nee sie springt lieber wie Catwoman hin und her und schaut böse. Wenn wir schon mal bei der Action sind. Der Film ist ab 6 Jahren! Aber nein, da mähen dutzende Holzwesen, die direkt aus Mittelerde zu kommen scheinen, Menschenmassen nieder, andere werden verbrannt oder in die Luft geworfen. Aber solang es nur angedeutet wird, ist es ja nicht so schlimm. Einfach nur unpassende und unnötige Action in einen Kinderfilm! Disney-Filme waren doch früher auch für Erwachsene und Kinder gedacht, oder?
Da schaut man doch lieber der Maleficent zu, wie sie 30 Minuten lang die kleine, naive und unglaublich doofe Aurora (Dornröschen), gespielt von Elle Fanning, stalkt.
Die 3 Feen aus dem Disney-Märchen wurden zu unglaublich nervenden Nebencharakteren degradiert, die nur da sind um den Zuschauer ein müdes Lächeln zu entlocken.
Auch die „Liebesgeschichte“ zwischen Aurora und Prinz „Sunnyboy“ Phillip wirkt so was von gestellt und unglaubwürdig, dass sogar die Disney-Vorlage plausibler erscheint. Eigentlich sind viele Schauspieler wirklich mies, außer wie oben schon erwähnt Angelina Jolie und der Rabenboy (Sam Riley), und fast alle Figuren wurden unpassend besetzt.
Der gesamte Film wird sooft von Logikfehlern begleitet, dass man sich ab der Hälfte fast damit abgefunden hat. Eigentlich hab ich mich den ganzen Film gefragt, was, wie, hä, warum. Auch wenn das ein Kinderfilm sein soll, sollte der Film in sich logisch sein und die Figuren sollten auch nachvollziehbare Handlungen machen, nicht so wie Aurora, die verschleppt wird und dann voll happy darüber ist, dass sie jetzt in der 100 prozentig computergenerierte Feenwelt ist. Auch kommen fast alle Szenen aus dem Computer, außer vielleicht mal die Möbel auf denen die Figuren sitzen. Es gibt Momente im Film, wo Malefiz nur in einer rießigen Greenbox rumfliegt, nur damit man sieht wie geil Disney CGI-Welten erschaffen kann.

Im Großen und Ganzen ist Maleficent ein Reinfall, vielleicht nicht im Box-Office, aber sicherlich cineastisch. Warum müssen alte klassische Märchenfilme neu verfilmt werden und neu erzählt werden? Muss Malefiz ein missverstandener Charakter sein, der eigentlich nicht böse ist? Müssen die Menschen immer böse sein und wollen immer, in diesem Fall die Moore, alles zerstören, was fremd ist? Werden klassische Diseny-Filme immer schlechter?

Das einzig positive am Film sind Angelina Jolie und fast alle Momente mit dem Rabenboy. Auch dass die Macher viel Fantasie in den Film gebracht haben, kann man ihnen hoch anrechnen. Trotzdem erhält Maleficent von mir 2 von 10 abgehackte Flügel.

P.S.: Wenn man sich trotzdem entschließt sich Maleficent anzuschauen, dann aber nicht in deutsch, außer man will das schlimmste denglish hören, das ich seit Jahren gehört habe. AUWROWAAAA und KING STEFFAAAAN

Originaltitel: Maleficent

Erscheinungsjahr: 2014

Regie: Robert Stromberg

Darsteller: Angelina Jolie, Sam Riley, Elle Fanning, Sharlto Cobley

Maleficent01

Jon schreibt über: A Million Ways to Die in the West

Ich hatte zum Glück keinerlei Erwartungen an den Film und konnte somit (vermeintlich) nicht böse überrascht werden, doch dieser Film hat das geschafft. Seth MacFarlane (der Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Hauptdarsteller) ist meiner Meinung nach ein Komiker, der zwar viel schwarzen Humor an den Tag legt und in Family Guy oder American Dad durchaus Sinn für diesen beweist, aber für Filme, die 2 Stunden Zeit für eine „Handlung“ haben, ein schlechtes Händchen hat.

Diese Handlung ist so plump und stupide, dass ich ehrlich gesagt gar keine Lust habe, sie zu schildern und deshalb hier der Wikipedia-Link: http://de.wikipedia.org/wiki/A_Million_Ways_to_Die_in_the_West

Die sogenannte Geschichte hat seinen einzigen Zweck darin, die aneinandergereihten Sketche miteinander zu verbinden und darüber hinwegzutäuschen, dass der Film null Substanz hat. Doch ein mit Absicht trashig gemachter Film, der sein Augenmerk auf die Situationskomik legt, (siehe Die Nackte Kanone oder Hot Shots) muss nicht unbedingt schlecht sein. Im Gegenteil! Doch A Million Ways to blabla legt dieses Augenmerk nicht, sondern will seine nicht vorhandene Story als seriös und am Ende auch noch als emotional verkaufen.

Die Szenen/Sketche selbst sind so unerträglich dumm, unlustig und unter der Gürtellinie, dass es wehtut. Die Hälfte handelt von grotesken Katastrophen über Kot und dessen Weg aus dem Darm und der Rest von stereotypen Tatsachen im Wilden Westen wie zum Beispiel, dass auf alten Fotos zu Cowboy-Zeiten nie jemand lächelt. Dieser Gedanke ist im ersten Moment gar nicht mal unamüsant, doch der Witz wird bei der dritten und vierten (…) Wiederholung dermaßen platt getreten, dass er jeglichen Reiz verliert. Auch der Filmtitel selbst ist unfassbar unpassend, denn man hat das Gefühl MacFarlane wollte den Titel und schrieb ihn dann irgendwie ins Drehbuch ein, um ihn plausibel erscheinen zu lassen. Vollkommen missglückt. Im Film selbst sterben dann ungefähr so viele Menschen (ca. 5!) wie im Trailer und bei weitem keine Million. Und auch die einzig möglichen Lacher wurden in diesem schon vorweggenommen, was im Kinosaal durch prophezeihende Mitbesucher auffiel.

Die Schauspieler (natürlich nicht alle) sind der einzige Pluspunkt des Films. Liam Neeson verleiht der Bezeichnung des Bösewichts den nötigen Respekt, den das Drehbuch mit Sicherheit nicht erweist. Und auch Charlize Theron und Amanda Seyfried machen das Beste aus ihrer engstirnig geschriebenen, langweiligen Rolle. Einzig Neil Patrick Harris konnte mir dank seiner tollen Mimik und Anspielungen auf seine Paraderolle in HIMYM einige leise Lächler entlocken. MacFarlane jedoch versagt auch hier auf ganzer Linie und nervt nur noch mit seiner trotteligen Gangart und seinem selbstgefälligen Grinsen, wenn er nach der Vorlage seines eigenen, hundsmiserablen Drehbuchs Charlize Theron küssen darf.

Allein, wenn ich Aussagen wie „Die, die Ted gemocht haben, werden A Million Ways to Die in the West lieben“ oder so ähnlich lese, frage ich mich, wie schlecht dann eigentlich Ted gewesen sein muss. Ich habe mich nämlich bis jetzt geweigert, einem kiffenden Teddybären(!) zuzuschauen, der platte Sprüche klopft und Frauen anbaggert. Bei einem solchen Film wandern dann teilweise erwachsene Männer in die Kinos und schmeißen sich weg vor Lachen, bloß weil sich ein Stofftier am Arsch kratzt. Für mich unverständlich.

A Million Ways to Die in the West war eine einzige Zumutung für mich und außer den Gastauftritten von Dr. Emmett „Doc“ Brown aus Zurück in die Zukunft und Jamie Foxx als Django konnte ich an dem Film nichts Gutes finden. Es gibt A Million other Ways to spend your Time and Money! Deshalb gibt es für diesen Schwachsinn 1 von 10 vollgeschissenen Hüten und keinen Furz mehr.

Originaltitel: A Million Ways to Die in the West

Kinostart Deutschland: 29.05.2014

Regie: Seth MacFarlane

Darsteller: Seth MacFarlane, Liam Neeson, Neil Patrick Harris, Sarah Silverman, Giovanni Ribisi

movies-seth-macfarlane-christopher-lloyd