Schosch schreibt über: The Legend of Hercules – Eher Her“cool“es

Ich entschuldige mich schon mal für meine wirkliche miese Überschrift, aber ich hab mir gedacht: Warum denn nicht? Ist ja nicht so als ob The Legend of Hercules, aufpassen Spoiler, gut ist! Eigentlich sollten sich hier nur die Macher und alle die an diesem „Meisterwerk der Filmgeschichte“ beteiligt waren, entschuldigen. Aber erst mal zum Inhalt:
Wer schon mal was von Herkules oder von seinen Taten gehört hat, sollte sobald man diesen „Film“ anschaut, alles vergessen, was man jemals von diesem griechischen Helden vernommen hat. Das einzige was der Vorlage nachempfunden ist, sind einzelne Namen und der Nemëische Löwe, der von Herkules tot gelöffelt wird, aber egal:

Herkules (Kellan Lutz, einer von den Twilight-Nasen) blablablablablabla irgendwas mit einer Prinzessin und dann bähm ist er in der Armee, dann wird er gefangen genommen und dann mäht er sich durch alle Arenen der bekannten Welt und dann haut er den Bösen aufs Maul. Eigentlich ist die ganze Geschichte, eine lose Aneinanderreihung von pseudo-epischen Szenen, die mit der Originalgeschichte nichts zu tun haben.

MannMannMann, jeder Drittklässler könnte ein besseres Drehbuch schreiben und auch besser schauspielern als 90% des Casts. Der einzige, der da einigermaßen aus der grauen Maße an Laiendarstellern heraussticht ist Scott Adkins, der den klischee-bösen Ziehvater spielt. Jede Figur ist flach, eindimensional und überaus überspitzt dargestellt. Von einer Charakterentwicklung kann man nur träumen. Die Dialoge sind plump und vorhersehbar.
Der Film klaut schlecht und ziemlich dreist aus allen bekannten Filmen und Serien der letzten 15 Jahre, die irgendwas mit der Antike zu tun haben. Von Zeitlupen-Hechtsprung aus 300 bis hin zu den Arena-Momenten aus Gladiator und Spartacus ist alles vertreten. Gegnerhorden werden von Herkules niedergemäht, entweder mit seiner eingeölten Brust geblendet oder mit Whiplash‘s Peitsche frittiert. Wenigstens schön brutal? Nein, denn es gibt kein Blut zu sehen, weil der Film ja ab 12 Jahren ist. So weichgespülter Käse, der das 08/15-Storytelling in keinster Weise unterhaltsam geschweige denn ertragbar macht. Auch das sehr oft verwendete CGI ist einfach nur mies, eigentlich ist der ganze Look nur billig.

Eigentlich sollte The Legend of Hercules keine Bewertung von mir bekommen, da der Film nichts hat, was ihn in irgendeiner Weise ertragbar macht, außer die Möglichkeit in 2D oder 3D zu schauen (WUHUHU!!). Aber trotzdem erhält The Legend of Hercules von mir 0 von 10 möglichen Blutspritzern.
Wer Lust auf Herkules Filme hat, sollte sich lieber den Disney-Film oder die alte Herkules-Serie anschauen oder einfach auf den zweiten Herkules-Film diesen Jahres warten. Kann ja eigentlich nicht schlechter sein als diese Grütze. So schlecht das gibt’s eigentlich nicht.

P.S.: Wer den Film trotzdem sehen will, sollte einfach ein paar Monate warten, denn dann kann man ihn sowieso als Pro7 Sonntags-Blockbuster genießen.

Originaltitel: The Legend of Hercules
Erscheinungsjahr: 2014
Regie: Renny Harlin
Darsteller: Kellan Lutz, Scott Adkins

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Ein Gedanke zu „Schosch schreibt über: The Legend of Hercules – Eher Her“cool“es

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