Vali schreibt über: Punisher – War Zone – Ein Spaß für die ganze Familie

Liebe Kinder,
heute behandeln wir den Film Punisher: War Zone, oder wie ich ihn gerne nennen würde, Die Abenteuer des schönen Billy. Denn Protagonist ist meiner Meinung nach zweifellos nicht der titelgebende Punisher, sondern viel eher das Mafia-Mitglied Billy mit dem eingängigen Spitznamen „the Beauty“. Der Film dreht sich nämlich mehr um dessen tragisches Leben und Sterben.

Billy hat es nicht leicht, in seinem familiären Unternehmen des organisierten Verbrechen fühlt er sich nicht ernst genommen, geschweige denn verstanden. Sein unglaublich mieser Humor und die ständigen Aggressionsprobleme helfen da natürlich auch nicht weiter.
Dann taucht auch noch der Punisher auf und tötet eben diese Familie, wobei Billy in eine Glasrecyclingmaschine fällt. Aufgrund dieses Betriebsunfalls, ist nun Billy sein Leben lang gezwungen eine billige Ledermaske zu tragen. Da sein Spitzname ihm offensichtlich nicht mehr gerecht wird, gibt er sich selbst den unglaublich coolen und innovativen Namen „Jigsaw“. In dieser schweren Zeit kann er nur noch auf seinen besten Mitarbeiter zählen, der aufgrund des „Bring your children to work“-Tags immer seinen Sohn dabei hat, und seinen pseudopsychotischen Bruder Loony Bin Jim, dessen Name ich einfach mal unkommentiert lasse. Beide Brüder teilen ebenfalls ihre Lieblingsbeschäftigungen, wie Skater-Rock, der Handel von Biowaffen, organisiertes Verbrechen und Spiegel kaputt machen (indem man sich dagegen schmeisst…). Auch fangen sie an, sich für die kriminelle Jugend New Yorks (ich geh mal davon aus, dass der Film in New York spielt, alle Marvel-Filme spielen irgendwie in New York) zu engagieren und holen Afroamerikaner, Iren und Asiaten von der Straße. Doch ist die Gefahr durch den Punisher immer noch nicht gebannt. Zu den Hobbys dieses Soziopathen gehören unter anderem, FBI-Agenten zu verkloppen und harmlose Parcour-Sportler bei der Ausübung ihrer Tätigkeit abzuschiessen. Zu seinen Kontakten gehört der übergewichtige Waffenhändler „Microchip“ (Ja, Microchip…) der seine eigene Mutter in kriminellen Machenschaften drängt.
Der Punisher hat ebenso einen neuen besten Freund, (selbstverständlich) ein Latino-Gangmitglied und gemeinsam machen sie des Öfteren das New Yorker Nachtleben unsicher.

Meiner Meinung nach handelt der Punisher nur so, da er mit seiner übermenschlichen Stärke, bei der er fast alle bei Berührung aus Versehen umbringt, nicht umgehen kann.
Nicht zu vergessen, seine Abneigung gegenüber Picknicken wird dabei auch eine immense Rolle spielen. Zuletzt gibt es noch einen Story-Strang des Detektiv und des FBI-Agenten (deren Namen ich mir nicht gemerkt habe) die eine kleine Romanze während ihrer Ermittlungen durchleben.

Ich kann den Film lediglich für alle Freunde des schlechten Geschmacks nur empfehlen.
Wer ein Fan von belanglosen Stories, lächerlichen Charakteren, dämlichen Dialogen, überdrehter Action mit erhöhtem Gewaltfaktor, grottigen Schauspielern und unglaublich miesen Humor ist, ist hier genau richtig.
Bedenkt nur dabei, diese 103 Minuten eures Lebens bekommt ihr nie mehr zurück.
Dennoch eignet sich der Film mal perfekt für einen Trash-Abend der untersten Schublade.
Punisher: War Zone bekommt von mir 1 von 10 Stuhlbeinen ins Auge und hoffentlich kommt niemand auf die grandiose Idee, noch eine Fortsetzung davon zu drehen.

Originaltitel: Punisher: War Zone
Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Lexi Alexander
Darsteller: Ray Stevenson, Dominic West, Julie Benz, Colin Salmon, Wayne Knight

punisher

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Ein Gedanke zu „Vali schreibt über: Punisher – War Zone – Ein Spaß für die ganze Familie

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