Archiv für den Monat März 2014

Vali schreibt über: Punisher – War Zone – Ein Spaß für die ganze Familie

Liebe Kinder,
heute behandeln wir den Film Punisher: War Zone, oder wie ich ihn gerne nennen würde, Die Abenteuer des schönen Billy. Denn Protagonist ist meiner Meinung nach zweifellos nicht der titelgebende Punisher, sondern viel eher das Mafia-Mitglied Billy mit dem eingängigen Spitznamen „the Beauty“. Der Film dreht sich nämlich mehr um dessen tragisches Leben und Sterben.

Billy hat es nicht leicht, in seinem familiären Unternehmen des organisierten Verbrechen fühlt er sich nicht ernst genommen, geschweige denn verstanden. Sein unglaublich mieser Humor und die ständigen Aggressionsprobleme helfen da natürlich auch nicht weiter.
Dann taucht auch noch der Punisher auf und tötet eben diese Familie, wobei Billy in eine Glasrecyclingmaschine fällt. Aufgrund dieses Betriebsunfalls, ist nun Billy sein Leben lang gezwungen eine billige Ledermaske zu tragen. Da sein Spitzname ihm offensichtlich nicht mehr gerecht wird, gibt er sich selbst den unglaublich coolen und innovativen Namen „Jigsaw“. In dieser schweren Zeit kann er nur noch auf seinen besten Mitarbeiter zählen, der aufgrund des „Bring your children to work“-Tags immer seinen Sohn dabei hat, und seinen pseudopsychotischen Bruder Loony Bin Jim, dessen Name ich einfach mal unkommentiert lasse. Beide Brüder teilen ebenfalls ihre Lieblingsbeschäftigungen, wie Skater-Rock, der Handel von Biowaffen, organisiertes Verbrechen und Spiegel kaputt machen (indem man sich dagegen schmeisst…). Auch fangen sie an, sich für die kriminelle Jugend New Yorks (ich geh mal davon aus, dass der Film in New York spielt, alle Marvel-Filme spielen irgendwie in New York) zu engagieren und holen Afroamerikaner, Iren und Asiaten von der Straße. Doch ist die Gefahr durch den Punisher immer noch nicht gebannt. Zu den Hobbys dieses Soziopathen gehören unter anderem, FBI-Agenten zu verkloppen und harmlose Parcour-Sportler bei der Ausübung ihrer Tätigkeit abzuschiessen. Zu seinen Kontakten gehört der übergewichtige Waffenhändler „Microchip“ (Ja, Microchip…) der seine eigene Mutter in kriminellen Machenschaften drängt.
Der Punisher hat ebenso einen neuen besten Freund, (selbstverständlich) ein Latino-Gangmitglied und gemeinsam machen sie des Öfteren das New Yorker Nachtleben unsicher.

Meiner Meinung nach handelt der Punisher nur so, da er mit seiner übermenschlichen Stärke, bei der er fast alle bei Berührung aus Versehen umbringt, nicht umgehen kann.
Nicht zu vergessen, seine Abneigung gegenüber Picknicken wird dabei auch eine immense Rolle spielen. Zuletzt gibt es noch einen Story-Strang des Detektiv und des FBI-Agenten (deren Namen ich mir nicht gemerkt habe) die eine kleine Romanze während ihrer Ermittlungen durchleben.

Ich kann den Film lediglich für alle Freunde des schlechten Geschmacks nur empfehlen.
Wer ein Fan von belanglosen Stories, lächerlichen Charakteren, dämlichen Dialogen, überdrehter Action mit erhöhtem Gewaltfaktor, grottigen Schauspielern und unglaublich miesen Humor ist, ist hier genau richtig.
Bedenkt nur dabei, diese 103 Minuten eures Lebens bekommt ihr nie mehr zurück.
Dennoch eignet sich der Film mal perfekt für einen Trash-Abend der untersten Schublade.
Punisher: War Zone bekommt von mir 1 von 10 Stuhlbeinen ins Auge und hoffentlich kommt niemand auf die grandiose Idee, noch eine Fortsetzung davon zu drehen.

Originaltitel: Punisher: War Zone
Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Lexi Alexander
Darsteller: Ray Stevenson, Dominic West, Julie Benz, Colin Salmon, Wayne Knight

punisher

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Schosch schreibt über Grand Budapest Hotel – Bitte einchecken

 

So komisch wie meine überaus „ kreative“ Einleitung bzw. Überschrift wieder mal ist, so skurril, detailverliebt und süß ist auch der neueste Film von Wes Anderson Grand Budapest Hotel.

 

Der Film spielt in dem fiktiven Alpenstaat Zuprowska im Jahr 1932: Im Grand Budapest Hotel arbeitet und lebt der Concierge Gustav H. (Ralph Fiennes), der eine gewisse Vorliebe für blonde, alte und ziemlich reiche Frauen hat. Bald bekommt er den neuen Lobby Boy Zero Moustafa (Tony Revolori) an seine Seite gestellt ,der sich als überaus hervorragender und loyaler Untergebener herausstellt. Eines Tages stirb plötzlich die betagte Madame D. (Tilda Swinton), eine Geliebte des Concierge, unter mysteriösen Umständen. In ihrem Testament hat Madame D. ihrem Geliebten eine sehr wertvolles Gemälde vermacht, was die Hinterbliebenen der Verstorbenen nicht so ganz gut finden. Daraufhin werden Gustave H. und sein ihm loyal ergebener Lobby Boy ein Abenteuer nach dem nächsten erleben, von Gemäldediebstahl über Gefängnisausbruch bis hin zu einer turbulenten Verfolgungsjagd im Schnee.

 

Man wird in diese Zeit förmlich hineingezogen und ist ziemlich enttäuscht, dass man nach 100 Minuten in sein eigenes Leben zurück muss. Ich hab selten das Bedürfnis ein Teil einer Filmwelt oder ein Lobby Boy zu sein. Wes Anderson hat in Grand Budapest Hotel einen Film geschaffen, der auf seine eigene Art was besonderes ist. Die Detailverliebtheit des Wes Anderson erkennt man an jeder Szene. Man kann in jeder Aufnahme ein kleines liebevolles Detail erkennen und man erkennt, dass alles sorgfältig geplant und durchdacht ist. Nicht nur werden hier dem Zuschauer eindrucksvolle Kulissen, mit viel Charme und Humor, und ein beeindruckende Atmosphäre, sondern auch ein riesiges Staraufgebot geboten. Sowohl neue (zum Beispiel Ralph Fiennes) als auch alte Wegbegleiter (Bill Murray, Edward Norton, Jason Schwartzman) Andersons spielen in seinem aktuellen Film mit. Auch wenn man einige Schauspieler nur in gefühlt zwei Szenen sieht, reicht das voll und ganz aus, denn sie spielen ihre skurrilen und durchaus sympathischen Charaktere glaubhaft und geradezu phantastisch. Der Sympathieträger des ganzen Films ist aber der Lobby Boy, gespielt von dem noch eher unbekannten Tony Revolori. Er spielt den Untergebenen des Concierge so glaubhaft und fantastisch, dass ich mir gewünscht hab, selber ein Lobby Boy mit aufgemalten Schnurrbart zu sein.

Die spannend erzählte Geschichte, untermalt mit stimmiger Musik, unterhält fast den ganzen Film und lässt nur beim letzten drittel etwas Langeweile aufkommen. Doch wird dann am Ende von einem durchaus rührenden und wunderbaren Finale solide abgeschlossen.

 

Mit viel Witz, Humor, Intelligenz und jede Menge Phantasie hat Wes Anderson einen Film

über skurrile Figuren und eine abgedrehte Geschichte rund um den Concierge Gustav H. und das Grand Budapest Hotel geschaffen, der es wert ist gesehen zu werden. Deswegen bekommt Grand Budapest Hotel von mir 8 von 10 Hotelsterne.

 

Originaltitel: The Grand Budapest Hotel

Erscheinungsjahr: 2014

Regie: Wes Anderson

Darsteller: Ralph Fiennes,Tony Revolori, F. Murray Abraham, Mathieu Amalric, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Jude Law, Bill Murray, Edward Norton, Saoirse Ronan, Jason Schwartzman, Tilda Swinton, Léa Seydoux, Tom Wilkinson, Owen Wilson

 

 

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Vali’s Abstecher in die Welt der Videospiele: Batman – Arkham Knight

Als Batman-Fan kann ich euch heute den taufrischen Trailer zum neuesten Arkham-Spiel einfach nicht vorenthalten. Denn so viel sei gleich von vornherein gesagt: Diese knapp 4 Minuten sind besser als The Dark Knight Rises !

Für diejenigen die nicht nicht vertraut mit der Videospiel-reihe sind: Arkham Knight wird das dritte & voraussichtlich letzte Kapitel der Reihe von Rocksteady sein (Arkham: Origins wird als Projekt eines anderen Studios, ignoriert) & verdammt, ist das ein abgefahrener Trailer! Unter anderem begegnen wir Harley Quinn, Two-Face & dem Pinguin. Die Figuren sind insgesamt in realistischerem Design gehalten, als in den Vorgängern, was mir persönlich sehr gut gefällt. Den ersten Infos zu Folge wird Scarecrow als Haupt-antagonist seinen Auftritt bekommen, den wahrscheinlich schon der ein oder andere Kinogänger aus den Nolan-Filmen kennen könnte. Zwar habe ich immer noch die Befürchtung, dass Arkham: Knight zu wenig neues bietet, aber der Trailer hat mich doch wieder sehr positiv eingestimmt. Und immerhin sind einiger meiner Lieblings-Batman-Gegenspieler am Start.

Mehr will ich nun auch nicht mehr hinzufügen, denn sonst laufe ich Gefahr, mich in Bat-Ekstase zu schreiben!

Trailer anschauen:  http://youtu.be/HbndBdxpZVA

 

arkham knight

Das Oscar-Feature von Jon

Die diesjährige Oscar-Verleihung ist für mich, vom filmischen Material her, deutlich attraktiver als letztes Jahr. Allein die Auswahl der nominierten Filme ist überragend. Sich auf einen der zehn zu einigen, ist dieses Mal kein leichtes. Auch die Hauptdarsteller, die heuer auf einen Goldjungen hoffen dürfen, sind eigentlich alle auf dem gleichen Niveau. Wenn man da die Leistung von DiCaprio mit der von McConaughey vergleicht, lässt sich fast kein Favorit ausmachen, denn sie bleiben einem beide noch lange in Erinnerung. Einzig bei der Verleihung des Oscars für den besten Nebendarsteller kristallisiert sich, meiner Meinung nach, ein leichter Favorit heraus.

Was ich allerdings nicht verstehen kann, ist die allgemeine Huldigung des Films American Hustle, der, wie ich finde, nicht mit den anderen mithalten kann. Ich glaube das ist auf das hohe Alter der Oscar-Jury zurückzuführen. Deren Mitglieder finden wahrscheinlich in American Hustle eine Art Nostalgie-Genugtuung ihres Gemüts, das in den 70er Jahren seine Hochzeit hatte, und können es nicht auf sich beruhen lassen, dass ein anderer Film mehr Nominierungen vorzuweisen hat. Auch der patriotisierte Titel American Hustle dürfte eine nicht zu geringe Rolle spielen.

Die meisten Oscars in den Kategorien der Sound- und Visual Effects wird wohl der Weltraum-Thriller Gravity bekommen und das nicht zu Unrecht. Erwähnenswert ist auch noch, dass der Film Jackass: Bad Grandpa für den Oscar für das beste Make-Up und Hairstyling nominiert ist. Die Chancen auf eine Auszeichnung stehen aber wohl nicht besonders gut.

Unten könnt ihr nun lesen, was meine Favoriten in den Hauptkategorien sind und welche Nominierungen ich im Vorfeld vermisst habe:

Diesen Nominierten in den Hauptkategorien drücke ich die Daumen:

–          Bester Film: Dallas Buyers Club

–          Beste Regie: Alfonso Cuarón (Gravity)

–          Bestes Original Drehbuch: Craig Borten & Melisa Wallack (Dallas Buyers Club)

–          Bestes adaptiertes Drehbuch: Terence Winter (The Wolf of Wall Street)

–          Beste Filmmusik: Steven Price (Gravity)

–          Bester Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio (The Wolf of Wall Street)

–          Beste Hauptdarstellerin: Amy Adams (American Hustle)

–          Bester Nebendarsteller: Jared Leto (Dallas Buyers Club)

–          Beste Nebendarstellerin: Lupita Nyong’o (12 Years a Slave)

Fehlende Nominierungen:

–          Beste Filmmusik: Inside Llewyn Davis

–          Bester Song: „I see Fire“ von Ed Sheeran (Der Hobbit: Smaugs Einöde)

–          Bester Film: Prisoners

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