Archiv für den Monat Dezember 2013

Guten Rutsch !

Eure Kinetoskopen wünschen euch einen angenehmen Rutsch ins Jahr 2014.
Wie auf dem Bild dargestellt, sind wir bereits alle hart am recherchieren, auf welche Sequels, Prequels, Reboots oder Remakes (möglicherweise aber sogar innovative Neuheiten?) wir uns kommendes Jahr freuen dürfen.

Guten Abend !

silvester

Advertisements

Schosch schreibt über: Der Hobbit – Smaugs Einöde – Öde?

Der zweite Teil der Hobbitverfilmung ist ein gewaltiges Actionkino, das sich mit großen Hobbitschritten und rasantem Tempo durch ein wunderschönes Mittelerde bewegt. Doch brauch man das überhaupt?

Die Handlung ist schnell erklärt. Der Film setzt da ein, wo der erste aufgehört hat. Die Gruppe um Bilbo (Martin Freeman) muss immer noch zum Erebor, um die alte Heimat der Zwerge von dem Drachen Smaug zu befreien. Vor ihnen liegt noch der Düsterwald und ein großer See. Dabei dürfen natürlich die Orks, die ihnen auf den Fersen sind, nicht vergessen werden. Große Strapazen und Gefahren hat die kleine Gruppe noch vor sich. Probleme und Hürden müssen überwunden werden und noch vieles mehr. Und wer jetzt wissen will, was ich so zum zweiten Peter Jackson Hobbit-Film schreib, soll weiter lesen und meine Sicht erfahren. Wenn man nach ca. zweieinhalb Stunden die Interpretation Peter Jacksons des „Kleinen Hobbits“ gesehen hat, muss man wohl erst mal verarbeiten, was man da denn überhaupt gerade angeschaut hat . Denn das Mittelerdegefühl hat einen wieder gepackt. Man ist an einem fantastischem Ort voller wundersamer Kreaturen und atemberaubender Szenerie, die genauso schön ist wie damals bei den Herr der Ringe-Filmen.

Doch die grandiose Bildästhetik trägt einen bitteren Beigeschmack , die sich leider nicht nur auf das Äußere beschränkt. Nennen wir doch einfach mal das Offensichtlichste, und zwar das HFR und das wiedermal ziemlich sinnlose 3D ( das braucht man zur Tiefenschärfung!!). Das braucht kein Film! Beim HFR sieht man einfach was Kulisse ist und was CGI generiert wurde. Aber da meckere ich gerade auf hohem Niveau, man kann sich den Film ja auch ohne diesen Firlefanz anschauen. Und deswegen sollte es nicht gegen den Film gewertet werden.

Aber was einfach eines der größten Probleme, mit denen Der Hobbit – Smaugs Einöde zu kämpfen hat, ist der Film selbst. Die wichtigsten Aspekte eines epischen Fantasyfilms sind, eine interessante und spannend erzählte Story und Charaktere, mit denen man mitfühlt und einem nicht völlig egal sind. Und das hat einfach Der Hobbit – Smaugs Einöde nicht zu bieten. Peter Jackson hätte sich nach der Buchvorlage halten sollen und nicht versuchen sollen seinen eigenen Mittelerde-Senf dazu zu geben. Eine erzwungene und ziemlich sinnfreie Liebesgeschichte ist ja noch nicht mal das lächerlichste, was den Drehbuchautoren eingefallen ist um den Film noch mehr künstlich in die Länge zieht . Ich nenne mal nur die Fassszene, denn die war nur ein pompöses Actiongeschnetzel und lediglich bloß Wassertreten. Die ganze Sequenz ist viel zu lang und unnötig. Lieblingselb Legolas ,befreit von jeglicher Physik, tänzelt von einer Surfszene in die nächste und killet dabei auf typischer Badass-Manier zahllose Horden an Orks. Eigentlich ist ja jegliche Actionszene, die von den Autoren erfunden wurde, nur eine dezente Art um den Abspann zu verzögern, so zusagen Abspannverzögerung. Meistens ist die Action deplatziert und UNGLAUBLICH SPANNEND gehalten.

Auch noch so eine Sache, die dem Film nicht gut tut, ist die Tatsache, dass ca. 80 Prozent der Zwerge nur Hintergrunddeko sind, wenn Bilbo, Thorin oder Balin, meinetwegen auch noch Kili, einen ihrer sehr rar gesäten „Momente“ haben. Ich glaub sogar, dass einer der Zwerge ( keine Ahnung wer) nur einen Satz sagt, und zwar im ganzen Film .Sind die Zwerge nicht die Hauptakteure im Film? Wenn ja, dann hab ich was nicht mitbekommen. Der Film glänzt mit blassen und völlig uninteressanten Charakteren, jede neue Figur ist einem egaler als die nächste. Und ja sogar Martin Freemann hat als Bilbo eine wirklich miese Leistung abgegeben. In den wenigen Szenen, wo er mal zeigen kann, was er so drauf hat, gibt sich Martin Freeman als wäre irgendwie fehl am Platz und ziemlich unbeholfen. Auch seine Charakterentwicklung zum harten Abenteurer merkt man einfach nicht, und das ist echt schade. Und dann gibt es noch diesen super Epilepsie-Effekt aus der Hölle, der mehr an ein billiges Power Ranger Feuerwerk erinnert als an einem, der dem Hobbit gerecht werden würde . Ja, das CGI und die Effekte sind so ein zweischneidiges Schwert bei Der Hobbit – Smaugs Einöde, manchmal der geilste Shit, den man gesehen hat und dann wieder der größte Scheiß den man auf der Straße findet. Wieso?

So gut wie ich den Film auch haben wollte, haben mir leider nur zwei Szenen gefallen. Zum einen die Spinnenszene im Düsterwald, die mal echte Spannung mit sich bringt und wirklich gut inszeniert ist. Und zum anderen die Konversation zwischen Bilbo und Smaug, die wie ich meine fast mit der Gollumszene im ersten Hobbit mithalten kann. Interessant und gut geschrieben, ein perfekt dargestellter Drache und nicht nur wegen dem großartigen CGI sondern auch aufgrund der gesamten Inszenierung. Doch leider werden dann die grandiosesten Momenten im ganzen Film von unnötigen und total abstrusen Actioneinlagen beendet.

Zu meiner am Anfang gestellten Frage, ob der Film so viel Action und Geschwindigkeit braucht: Dazu ein klares NEIN! In einem Film wie der Hobbit sollte Action die dritte, vierte oder eher fünfte Geige spielen und nicht ein zweieinhalb stündiges Solo abliefern. Mittelerde lebt von seiner faszinierenden Welt und wenn man da einfach durchhetzt, bleibt das beste auf halber Strecke zurück. Deswegen erhält Der Hobbit Smaugs Einöde von mir 4 von 10 zurückgelassenen Hobbits in Esgaroth. Spüre den Hass! Nein, das hat er jetzt nicht geschrieben.

 

Originaltitel: The Hobbit: The Desolation of Smaug

Erscheinungsjahr: 2013

Regie: Peter Jackson

Darsteller:Martin Freeman, Ian McKellen, Richard Armitage, Aidan Turner, Benedict Cumberbatch (Stimme)

 

bilbo

Gastkritik: Leah & Anda schreiben über Der Hobbit – Smaugs Einöde

Wie sollte man diese Kritik anders beginnen als mit einem aussagekräftigen und weisen Zitat des Cappo-Kinetoskopen Vali: „Schosch hasst die Filme, Jon liebt sie, und ihr seit Hyper-Fanboys!“ (Zur Erklärung: mir IHR meint er mich und Andressl). Gut, wer mich kennt weiß: da hat der Vali schon recht. Sowohl was mich als auch den Schosch betrifft (glaubt mir es gab schon einige hitzige Diskussionen;)

Ich war gefesselt von Tolkiens Welt seit mir mein Papa das erste mal „Der kleine Hobbit“ vorgelesen hat, als ich 6 oder 7 Jahre alt war. Für mich ist die „Herr der Ringe“-Trilogie die beste Buchverfilmung, die’s gibt. Filme, die ich mir anschaue, wenn ich krank bin oder einfach schlecht drauf…schlichtweg meine Lieblingsfilme. Doch eben weil mich das Tolkien Universum so fasziniert, werde ich „Herr der Ringe“, sowie auch „Der Hobbit“, nie nur als Filme sehen können. Für mich hat das ganze immer sehr viel mehr Hintergrund. Deshalb bedenkt bei dieser Kritik von „Der Hobbit – Smaugs Einöde“: Dies ist der Blickwinkel eines Hyper-Fangirls!

In „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ geht die Reise der Zwerge, des Hobbits Bilbo Beutlin und des Grauen Zauberers Gandalf in die zweite Runde. Sie nähern sich weiter dem Einsamen Berg, wo der Drache Smaug auf dem Gold der Zwerge schlummert. Der Zwergenkönig Thorin Eichenschild und seine Gefolgschaft wollen ihre Heimat, den Erebor, aus Smaugs Krallen zurückfordern. Auf ihrem Weg stolpert die Gemeinschaft jedoch über einige Hindernisse, so zum Beispiel treffen sie auf den Hautwechsler Beorn (halb Mensch, halb Bär), geraten im Düsterwald in einen Kampf mit Riesenspinnen und werden von Waldelben aufgehalten (darunter Legolas und Tauriel). Zusätzlich sitzt ihnen noch eine Horde Orks im Nacken, die dem allmählich wieder an Macht gewinnenden Sauron (Nekromant) dienen.

Gut. Wo fang ich an? Am besten am Anfang…die Einleitung des Filmes. Wieder einmal sehr gelungen! Der Regisseur Peter Jackson scheint dafür wohl ein Händchen zu haben. Schon im ersten Teil der Hobbit-Trilogie spannte er den Bogen perfekt zu den „Herr der Ringe“-Filmen (so gut, dass ich geweint hab!). Diesmal war’s nicht ganz so mächtig (ist ja von ’nem „Übergangsfilm“ auch nicht zu erwarten), aber trotzdem sehr gekonnt. Es gibt eine Rückblende auf das erste Zusammentreffen zwischen Gandalf und Thorin, bei dem der eigentliche Hintergrund der Reise noch einmal richtig klar wird. Thorin will den Erebor von Smaug zurückerobern. Dafür braucht er jedoch die Hilfe von Daíns Heer (eines anderen Zwergenvolkes), die er mithilfe des Arkensteins dafür überzeugen will (dafür auch der Meisterdieb). Wieso, weshalb, warum das ganze? Gandalf, bzw. der Weiße Rat, will nicht, dass der Drache Smaug zu viel Macht hat (oder überhaupt lebt), wenn Sauron zurückkehrt (tötliches Duo und so weiter).

Eine weitere Meisterleistung Jacksons: Die Gestaltung der Szenenbilder, sowie auch einiger Nebenpersonen. Ob Seestadt, das Reich der Waldelben, Beorn oder Thranduil, der Elbenkönig, alles sieht genauso aus, wie ich es mir immer vorgestellt hatte. Besonders Smaug (mit der Stimme von Benedict Cumberbatch), sowie das ehemalige Zwergenreich Erebor finde ich sehr gut insziniert. Auch die Kamf-/Actionszenen fand ich im zweiten Teil irgendwie besser als im ersten. Sehr einfallsreich und lustig, manchmal jedoch ein wenig zu sehr in die Länge gezogen (aber gut, es soll ja auch ein wenig Geschwindigkeit erzeugt werden).

Schauspielerisch war FAST alles (dazu komm ich später noch!) 1A. Wie immer Ian McKellen (Gandalf), Martin Freeman (Bilbo), Sylvester McCoy (Radagast) und Richard Armitage (Thorin) perfekt in ihren Rollen. Vom Story-Aufbau her war eigentlich alles schön und gut. Die Geschichte türmt sich langsam auf. Der Ring nimmt Bilbo immer mehr ein, gewinnt Macht über ihn. Das Verhältnis zwischen Thorin und Bilbo verschärft sich, das Arschloch im Zwergenkönig kommt immer mehr zum Vorschein. So wie’s sein soll, so wie’s im Buch ist.

ABER (das sehr große, dicke, fette ABER): Tauriel. Ach Gott, wo fang ich nur an… Lieber Peter Jackson, Wenn Sie das hier lesen…Glauben Sie mir, ich liebe Ihre Filme. Find sie genial, und zwar nicht nur die Tolkin- Verfilmungen. Aber was war da denn bitte los?! Ja ja, ich weiß Sie brauchten noch eine weibliche Hauptperson, ein bisschen Frauenpower, eine Lovestory, aber um Gottes Willen! Warum so?! Wenn sie sich vielleicht „elbenhafter“ bewegen würde und ihre Haare weniger wie eine Perücke ausschauen würden, wär alles vielleicht nicht so schlimm gewesen…aber gut, tut sie eben nicht. Die Inszinierung von Tauriel (Evangeline Lilly), schauspielerisch und Design-mäßig, finde ich sehr schwach und passt so gar nicht zu Jacksons Genialität. Auch die angedeutete „Lovestory“ zwischen dem Zwerg Kili und Tauriel ist vollkommen lächerlich und einfach nervig. Ich weiß ja nicht, was sich daraus noch entwickeln soll, aber in diesem Film war das Ganze auf jeden Fall am völlig falschen Platz.

Sonst gibt es aus meiner Sicht kaum weitere Sachen zu bemängeln. Ein kleiner Logikfehler hat sich eingeschlichen. Die Zwerge treffen am Fluss auf Bard, einen Bewohner aus Seestadt, den sie bezahlen, damit er sie heimlich in die Stadt schmuggelt. Aber wieso musste dieses Vorhaben heimlich geschehen? Später fliegen sie nämlich auf. Dann begrüßt der Bürgermeister sie jedoch sehr herzlich, weil er sich erhofft, etwas vom Schatz der Zwerge abzubekommen. Naja, im Buch ist das ein bisschen anders. Zusammenfassend bleibt zu sagen, ähnlich wie beim ersten Teil: Größtenteils gut umgesetzt, aber an „Herr der Ringe“ kommt er eben bei Weitem nicht ran. Ich freu mich trotzdem auf den dritten Teil:) 7 von 10 angeklebten Latex-Hobbit-Füßen.

 

Originaltitel: The Hobbit – Desolation of Smaug

Kinostart Deutschland: 12. Dezember 2013

Regie: Peter Jackson

Darsteller: Martin Freeman, Ian McKellen, Richard Armitage, Evangeline Lilly, Luke Evan

memmelz

Frohe Weihnachten !

Eure Kinetoskopen wünschen euch Frohe Weihnachten & angenehme Feiertage!

Wer heute nicht viel auf soziale Kontakte & familiäres Beisammensein gibt,
für den haben wir möglicherweise den ein oder anderen Filmtipp:

Jäger des verlorenen Schatzes um 20:15 auf Sat1
Indiana Jones und der Tempel des Todes um 22:25 auf Sat1
Und täglich grüßt das Murmeltier um 21:55 auf RTL2
Matrix um 22:05 auf RTL
Bullit um 22:25 auf ServusTV
Abgedreht um 23:15 auf Eins Plus
Citizen Kane um 00:35 auf ServusTV
Sleepy Hollow um 00:41 auf Sat1
Half Baked um 4:45 auf RTL2

Und auch für Leute, die nicht so viel von Weihnachten halten, haben wir etwas anzubieten: http://youtu.be/WDnB4IAheso
kinetoskopen
Guten Abend!

Trailer Review von Jon: Godzilla

Nachdem das Monster Godzilla zum ersten Mal 1954 im gleichnamigen japanischen Film seinen Auftritt hatte, hat der britische Regisseur Gareth Edwards jetzt beschlossen eine zweite Hollywood-Verfilmung (nach Roland Emmerichs Blockbuster aus dem Jahr 1998) in Angriff zu nehmen. Und vor kurzem ist nun auch ein erster Trailer veröffentlicht worden.

Die Story ist allgemein bekannt: Godzilla verwüstet eine Stadt und die Menschen versuchen unter größtem physischen und emotionalen Leid die Katastrophe abzuwenden, indem sie das Monster zur Strecke bringen.

Der Trailer bringt diese Extremsituation überzeugend rüber und die Zerstörungswut der Riesenechse kommt auch schon gehörig zur Geltung. Spezialeinheiten der Armee stürzen sich waghalsig in das apokalyptische Szenario und die Sicht wechselt während dem Flug von Panorama in die Ego-Perspektive und man sieht hier bereits den Umriss der riesigen Bestie. In den weiteren Kameraschnitten bekommt man den kurzen Einblick in das menschliche Dilemma, die die Katastrophe mit sich bringt. Bryan Cranston hat hier allem Anschein nach die Rolle eines leidenden Familienvaters. In der Schlusssequenz stößt Godzilla einen Schrei aus, der stark an den eines Velociraptoren aus Jurassic Park erinnert.

Ich finde den Trailer gelungen, da alles wirklich fulminant und bombastisch wirkt, und obwohl der Film wahrscheinlich keine überaus innovativen Neuerungen bringen wird, freue mich auf den 15. Mai 2014. Denn dann kommt das Action-Spektakel nämlich in die deutschen Kinos.

Hier der Trailer:

 

Wallpaper_Godzilla_2014_1600x1200_JPosters

Vali schreibt über: Machete Kills – Trash vom feinstem … auf mexikanisch

Machete Kills ist purer Trash, und das weiß er auch!

Als Robert Rodriguez 2007 mit seinem Machete – Faketrailer vor Planet Terror mehr oder weniger geplant das Machete – Franchise ankündigte, war meine Vorfreude groß und meine Erwartungen noch größer. 2010 kam dieser dann endlich in die Kinos, wurde jedoch den Erwartungen nicht ganz gerecht. Versteht mich nicht falsch, Machete war ein verdammt unterhaltsamer Film, jedoch nahm sich dieser etwas zu ernst. Ganz anders steht es nun um Machete Kills: Die unmittelbare Fortsetzung scheint nämlich von seinem Vorgänger aus den Fehlern gelernt, sowie an den Stärken gearbeitet zu haben.

Aber erst einmal zur Story: Machete Cortez (Danny Trejo) versucht mit seiner Partnerin Sartana Rivera (Jessica Alba) Waffenhändler bei der Übergabe ihrer Ware dingfest zu machen. Jedoch werden diese von ihren mexikanischen Handelspartnern erschossen, woraufhin die Mexikaner von einer dritten plötzlich einschreitenden Partei erschossen werden. Während der Zuschauer (vergebens) auf eine vierte sich einmischende Gruppierung hofft, wird Rivera von dem maskierten Anführer der 3. Gruppe getötet (womit die schlechteste Schauspielerin des Films aus dem Spiel genommen wird, wuhu!) und Machete verhaftet. Der korrupte Sheriff Doakes (William Sadler) versucht Machete daraufhin in einem Akt der Selbstjustiz zu hängen, wird dabei jedoch von einem persönlichen Anruf des US – Präsidenten (Carlos Estévez alias Charlie Sheen) unterbrochen. Dieser beauftragt nun Machete damit den wahnsinnigen Revolutionär Marcos Mendez (Demián Bichir) zu töten, da dieser mit einer Atomrakete droht, Washington anzugreifen.

Mehr sei mal nicht zur Geschichte verraten, denn den Zuschauer erwartet auf jeden Fall die ein oder andere überraschende Wendung. Die Story hat mich insgesamt sehr gut unterhalten, konsequent wird diverse Male das Tempo abermals aufgedreht lediglich im letzten Drittel verliert diese (im wahrsten Sinne des Wortes) etwas an Boden unter den Füßen. Auch wirkt es etwas befremdlich, dass jeder Nicht – Mexikaner in dem Film, ein Rassist zu sein scheint. Sämtliche Charaktere sind unterhaltsam inszeniert, allen voran Demián Bichir als verrückter Antagonist und Mel Gibson als Firmenmagnat und Star Wars – Fan Luther Voz (zu dessen Figur ich aus Spoiler – Gründen nicht mehr verraten möchte). Allerdings wirkt dabei Danny Trejo als Machete selbst vergleichsweise blass, wenn nicht sogar fehl am Platz. Ob dabei beabsichtigt ist, dass Machete unglaublich unbeholfen wirkt, wenn er in der Gegend rumsteht, kann ich bei bestem Willen nicht feststellen. Wie gesagt bleibt der wortkarge, emotionslose Protagonist bei dem bunt gemischten Haufen an facettenreichen Profikillern, die sich ihm in den Weg stellen, etwas auf der Strecke.

Insgesamt kann sich Machete Kills hören und sehen lassen, außer auf deutsch (Ich sag nur: „Man nennt mich den vollkommen Verrückten Marco Mendez!“). Die mexikanische Gitarrenmusik passt perfekt zum Tempo des Films und visuell gibt es bis auf einige Mängel nichts auszusetzen. Denn manchen Effekten sieht man das unweigerliche CGI an, das sah in Planet Terror oder sogar im ersten Machete um einiges besser aus.

Auf jeden Fall bietet der Film perfekten Trash – Unterhaltung für die ganze Familie (oder besser doch nicht für die ganze Familie, der Film ist ziemlich brutal…) und Fans von Robert Rodriguez erwartet das ein oder andere Wiedersehen mit altbekannten Charakteren (z.B. Tom Savini als Osiris) sowie Schauspielern (unter anderem Antonio Banderas !) inklusive Anspielungen auf ältere Rodriguez – Streifen (ich sag nur: Sex Machine’s Penis – Revolver). Ebenfalls die Star Wars und Star Trek – Anspielungen sind sehr unterhaltsam.

Dem besonders aufmerksamen Zuschauer würde ich sogar empfehlen während den ersten 5 Minuten irgendwas anderes spannendes, wie beispielsweise eine Steuererklärung, zu machen, da der neue Fake – Trailer Machete kills again … in Space! spoilert.

Machete Kills bekommt von mir 7 von 10 zerhackstückelte Superklonsoldaten und ich frage mich, ob es diesmal auch wieder einen Tarantino – Cameo gab?

Originaltitel: Machete Kills

Kinostart Deutschland: 19. Dezember 2013

Regie: Robert Rodriguez

Darsteller: Danny Trejo, Carlos Estévez, Michelle Rodriguez, Lady Gaga, Mel Gibson, Antonio Banderas

schmid

Mir ist schon klar, dass das Bild eigentlich aus dem ersten Machete – Film stammt, find es aber so witzig, dass ich es der Welt nicht vorenthalten wollte. Grüße an Ell!

TrailerReview: Schosch schreibt über einen ganz besonderen Film – BLENDED

Dieser Trailer hat mir wieder mal den Rest gegeben. Eine weitere Adam Sandler Offenbarung und ÜBERRASCHUNG, der Trailer zeigt das, was man von einem Film dieser Art erwarten kann: Schlechte Witze, Ekelszenen (und ich wette, dass was man gesehen hat, war nur die Spitze des Eisbergs), Klischees und eine richtig miese Story.

Irgendwas mit Afrika und zwei Familien, die sich nicht ausstehen können. Adam Sandler und Drew Barrymore (Schäme Dich!!) spielen die Hauptrollen in dieser Liebes-Komödie und ja, mehr will/kann ich nun auch nicht mehr darüber schreiben.

So wer wissen will worüber ich mich gerade aufgeregt hab, soll sich den Trailer mal anschauen, oder auch nicht. Mir egal. Ich geh weinen.

http://www.youtube.com/watch?v=iN1MTrC42IM

blended